Trendbeobachter sieht Overtourism erst am Anfang

12 September 2019 10:28pm
Schreiben Caribbean News Digital
new-york

Die Überflutung beliebter Städte durch Touristen sei schon heute „signifikant“ und werde noch deutlich zunehmen, ist der Trendbeobachter Mathias Haas überzeugt: „China hatte bislang rund 150 Millionen Grenzübertritte – und die Chinesen fangen erst an, ins Ausland zu reisen.“ Um den Massen nicht nur aus Asien Herr zu werden, müsse in vielen Destinationen ein Umdenken bei den Tourismusverantwortlichen stattfinden, mahnt Haas, der auch touristische Unternehmen fit für die Zukunft macht. 

„Aus Tourismus-Förderung wird Tourismus-Management. Das erfordert Mut.“ Amsterdam beispielsweise habe Selfie-Highlights abgebaut, „und auf den Färöer Inseln wurden im April Touristenattraktionen für ein Wochenende geschlossen“. Der Grund: Die fragile Natur hatte die Besucherzunahme rund um einige beliebte Orte schmerzlich zu spüren bekommen.

Die Urlauberströme in den Top-Städtezielen seien eine „Mega-Chance für Städte in der zweiten und dritten Reihe“, sagt Haas. Und für Naturziele: „Die Menschen in der Stadt haben ein Naturdefizit, sie vermissen sie.“

Das biete touristisch enormes Potenzial: „In der Schweiz gibt es eine Gondel, bei der man aufs Dach steigen und an der frischen Luft nach oben fahren kann. Sie glauben doch nicht, dass der Preis da eine Rolle spielt. Und in Nordschweden hat man ein Hotel im Wald gebaut, das zu zwei Seiten verglast ist. Eine Übernachtung kostet 1.000 Euro und Gäste bezahlen auch das.“

Quelle: touristik aktuell

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