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Lernen Sie die gefährlichsten Ziele für den LGTB-Tourismus kennen

05 Januar 2020 2:57pm
Schreiben Caribbean News Digital
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Von den insgesamt 1,2 Milliarden internationalen Touristen, die 2016 verreist sind, gehörten 35 Millionen dem Segment des LGTB-Tourismus an (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle), das sind 3% des Aufkommens der Reisenden im Weltmaßstab und 15% der touristischen Ausgaben laut Angaben der Welttourismusorganisation (WTO).

Sicher ist dieses Tourismussegment sehr attraktiv und bewegt jedes Jahr viele Reisende. Aber, nicht alle Reiseziele können als schwulenfreundlich eingestuft werden, denn nicht alle bieten die gleichen Rechte und Normen.  Deshalb wurde über das Forschungsportal Asher & Lyric eine Rangliste der Länder erarbeitet, die mehr oder weniger sicher für LGTB-Reisende sind.

Ganz konkret wurden die 150 meist besuchten Länder der Erde für die Touristen unter Berücksichtigung folgender acht Faktoren untersucht, um eine Gliederung nach Gefährlichkeit für LGBTQ+ zu erstellen, hier die Faktoren:

  1. Legalisierung der Eheschließung von Personen des gleichen Geschlechts
  2. Schutz der Arbeitnehmer (Schutz der sexuellen Orientierung und/oder geschlechtlichen Identität
  3. Schutz gegen Diskriminierung (verfassungsgemäßer Schutz)
  4. Bestrafung von Gewalt (Verbrechen aus Hass)
  5. Adoptionserlaubnis
  6. Ist das ein guter Ort, um dort zu leben?
  7. Illegalität homosexueller Beziehungen 
  8. Vorhandensein von Gesetzen gegen homosexuelle Propaganda

Es ist hervorzuheben, dass die drei letzten Faktoren mehr Gewicht während der Erarbeitung der Rangliste hatten als die übrigen.

Das gefährlichste Land für die LGTB-Gemeinde ist in Übereinstimmung mit der Untersuchung Nigeria mit 142 Minuspunkten; dort kann man bei Homosexualität mit Gefängnis bis zu 14 Jahren bestraft werden, auch mit der Todesstrafe, denn in neun Bundesstaaten des Landes gilt die Scharia des Islam.

An zweiter Stelle steht Qatar (137 Minuspunkte), wo jegliche homosexuelle Handlung mit 1-3 Jahren Gefängnis, Auspeitschung oder durch das Scharia-Gesetz mit dem Tod bestraft werden kann.

Dem folgt der Jemen (128 Minuspunkte), wo homosexuelle Männer hundert Peitschenhiebe und ein Jahr Gefängnis erhalten können, wenn sie nicht verheiratet sind, oder durch Steinigen zum Tode verurteilt werden können, wenn sie verheiratet sind.  Frauen können mit hundert Peitschenhieben und drei Jahren Gefängnis bestraft werden.  

An vierter Stelle steht Saudi-Arabien (126 Minuspunkte), wo Homosexualität mit hundert Peitschenhieben oder einjähriger Verbannung bestraft wird. Allein wenn eine Person eine andere Identität des Geschlechts äußert als seine biologische, ist das strafbar.

Den fünften Platz nimmt Tansania (125 Minuspunkte) ein, wo Homosexualität zwischen dreißig Jahre lange und lebenslange Gefängnisstrafe kosten kann.  

Am anderen Ende der Liste steht Schweden mit 322 Pluspunkten als das schwulenfreundlichste Land. Es folgen Kanada mit 309, Norwegen mit 307, Portugal mit 306 und Belgien mit 301 Pluspunkten. Spanien liegt mit 279 Pluspunkten an zehnter Stelle der besten Reiseziele für den LGBT- Tourismus. 

Die Top 20 schlechtesten LGTB-Reiseziele:

  1. Nigeria (-142)
  2. Qatar (-137)
  3. Jemen (-128)
  4. Saudi-Arabien (-126)
  5. Tansania (-125)
  6. Iran (-124)
  7. Sudan (-119) 
  8. Barbados (-118)
  9. Malaysia (-117)
  10. Malawi (-111) 
  11. Sambia (-111)
  12. Santa Lucía (-110) 
  13. Uganda (-109)
  14. Pakistan (-109)
  15. Westjordanland und Gaza (-106)
  16. Kenia (-102)
  17. Malediven (-100)
  18. Jamaika (-98)
  19. Äthiopien (-97)
  20. Ägypten (-96)

Die Top 20 besten LGBT-Reiseziele:

  1. Schweden (322)
  2. Kanada (309) 
  3. Norwegen (307)
  4. Portugal (306)
  5. Belgien (301)
  6. Großbritannien (299)
  7. Finnland (289)
  8. Frankreich (287) 
  9. Island (283)
  10. Spanien (279)
  11. Malta (269)
  12. Neuseeland (268)
  13. Niederlande (265)
  14. Dänemark (248) 
  15. Südafrikas (246)
  16. Irland (244) 
  17. Australien (238) 
  18. Uruguay (237) 
  19. Kolumbien (232) 
  20. Österreich (229) 
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