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COVID-19 bringt einen der Wirtschaftssektoren in Gefahr, der die meisten Beschäftigten hat

10 Mai 2020 9:01pm
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Tourismus-OMT

Die Pandemie der COVID-19 hat im I. Quartal 2020 einen Rückgang von 22% bei den internationalen Einreisen von Touristen verursacht, wie das die jüngsten Daten der Welttourismusorganisation (WTO) aussagen. Laut dieser Spezialorganisation (WTO) in den Vereinten Nationen könnte die Krise zu einem Jahresrückgang zwischen 60% und 80% im Vergleich zu den Zahlen von 2019 führen. Der Rückgang bringt den Unterhalt von Millionen Menschen in Gefahr und bedroht auch den Fortgang der Entwicklung mit der Zielrichtung einer nachhaltigen Entwicklung.

Der Generalsekretär der WTO, Zurab Pololikashvili, hob hervor: «Die Welt steht vor einer Gesundheits- und Wirtschaftskrise ohne Beispiel. Dem Tourismus wurde ein schwerer Schlag versetzt. Millionen von Arbeitsplätzen sind in einem der Wirtschaftssektoren in Gefahr, der die meisten Beschäftigten hat».

Laut dem letzten WTO-Barometer des Welttourismus, verweisen die vorhandenen und von den Reisezielen übermittelten Daten während der ersten drei Monate des Jahres auf einen Rückgang von 22% bei den Einreisen. Im März verzeichneten die Einreisen einen abrupten Einbruch von 57% nach Beginn der Ausgangssperren in zahlreichen Ländern, der Einführung von Restriktionen für Reisen und der Schließung von Flughäfen und Grenzen. Das alles widerspiegelt sich in einem Verlust von 67 Millionen internationalen Einreisen und rund 80 Milliarden US-Dollar an Einnahmen (Exporte des Tourismus).

Auch wenn die Regionen Asien und der Pazifik die stärksten Auswirkungen in relativen und absoluten Zahlen zu beklagen haben (-33 Millionen Einreisen), so ist der Schaden in Europa zwar prozentual kleiner, aber trotzdem sehr hoch (-22 Millionen).

Grafik: Einreisen internationaler Touristen 2019 und I. Quartal 2020 

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Szenarien des internationalen Tourismus 2020

Die Perspektiven für dieses Jahr wurden seit dem Ausbruch der Epidemie mehrfach nach unten korrigiert, und die Ungewissheit beherrscht weiterhin das Geschehen. Die aktuelle Situation geht von einem Rückgang der Einreisen für dieses Jahr von 58% bis 78% aus. Das wird von der schnellen Eindämmung der Pandemie, von der Dauer der Reisebeschränkungen und von der Öffnung der Grenzen abhängen. Die folgenden Szenarien für 2020 basieren auf drei möglichen Zeitangaben für die Öffnung der internationalen Grenzen.

• Szenario 1 (-58%), basierend auf der stufenweisen Öffnung der internationalen Grenzen und der Erleichterung der Reisebeschränkungen Anfang Juli

• Szenario 2 (-70%), basierend auf der stufenweisen Öffnung der internationalen Grenzen und der Erleichterung der Reisebeschränkungen Anfang September 

• Szenario 3 (-78%) basierend auf der stufenweisen Öffnung der internationalen Grenzen und der Erleichterung der Reisebeschränkungen Anfang Dezember.

Grafik: Einreisen internationaler Touristen 2020 laut 3 Szenarien

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* Die Daten bis März basieren bei den Ländern, die ihre Daten nicht mitgeteilt haben, auf Schätzungen.

Anmerkung: Die dargestellten Szenarien in dieser Grafik sind keine Prognosen. Sie stellen die nach Monaten variierenden Alternativen bei den Einreisen je nach dem Grad der Öffnung der nationalen Grenzen und der Aufhebung der Reisebeschränkungen zu bestimmten Zeitpunkten dar, die aber nach wie vor in hohem Grade ungewiss sind. 

In den drei Szenarien könnten die Auswirkungen des Rückgangs der Nachfrage nach internationalen Reisen wie folgt ausgelegt werden:

• Verlust von 0,85 bis 1,10 Milliarden internationaler Touristen

• Verlust von 910,0 Milliarden bis 1,2 Billionen US-Dollar an Einnahmen durch den Export des Tourismus

• 100 bis 120 Millionen Arbeitsplätze im Tourismus sind direkte bedroht. 

Es ist die schlimmste Krise des internationalen Tourismus, seit diese registriert wurden (1950). Die Auswirkungen sind auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Regionen spürbar, gegenwärtig vor allem in den Regionen Asien und Pazifik, die allem Anschein nach aber kurz davorstehen, sich als erste zu erholen. 

Die Experten sehen die Erholung 2021

Die interne Nachfrage könnte sich eher erholen als die internationale. Darauf lässt eine Umfrage der Expertengruppe der WTO schließen. Die Mehrheit erwartet erste Anzeichen der Erholung im letzten Quartal 2020, vor allem aber 2021. Im Vergleich zu früheren Krisen könnten sich Freizeit- und Erholungsreisen, insbesondere Reisen zum Besuch von Freunden und Familien, schneller erholen als Geschäftsreisen. 

Das Gefühl, das sich die internationalen Reisen erholen, ist stärker in Afrika und im Mittleren Osten ausgeprägt. Dort prognostiziert die Mehrheit der Experten die Erholung 2020. Die Experten, die den amerikanischen Kontinent bewerten, sind weniger optimistisch und auch weniger bereit, an eine Erholung 2020 zu glauben. In Europa und Asien ist die Perspektive gemischt, hier glauben die Hälfte der Experten, dass die Erholung noch in diesem Jahr beginnt.

Grafik: Wann, glauben Sie, beginnt die Erholung der touristischen Nachfrage an Ihrem Reiseziel?

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Grafik: Wann, glauben Sie, beginnt die Erholung der internationalen Nachfrage, um Ihr Reiseziel zu besuchen?

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