#

Wie könnten die Folgen des “harten Brexit” für den spanischen Tourismus aussehen?

05 Januar 2020 3:04pm
Schreiben Caribbean News Digital
brexit-europa

Wenn der gefürchtete Brexit am Ende ohne Vereinbarung vollzogen wird, stünde der spanische Tourismus 2020 in Europa am schlechtesten da, denn er würde 7% an britischen Besuchern verlieren, wie die Europäische Kommission für Reiseverkehr (ETC) in einem Bericht feststellt.

Und wie noudiari.es informiert, wenn man zur Trennung von Großbritannien und der Europäischen Union noch den Zusammenbruch des touristischen Giganten Thomas Cook hinzurechnet, wird der Verlust an britischen Touristen 2021 auf 8% steigen, das sind 1,3 Millionen Besucher weniger.

Die am stärksten von dieser Situation betroffenen Gemeinden werden die Balearen und die Kanarischen Inseln sein, die mehrheitlich von Reiseveranstaltungen abhängen. Die Studie der ETC macht an dieser Stelle deutlich, dass sich konkurrierende Reiseziele wie die Türkei, Ägypten, Tunesien und Marokko wie Phönix aus der Asche erhoben haben und ähnliche Daten wie zu ihren goldenen Zeiten registrieren.

Der Bericht hebt besonders den Fall der Türkei hervor, wo die Einreisen von Touristen um 15% gestiegen sind. Auf diese Weise ist die Türkei laut dieser Studie zum großen “Rivalen” für Spanien geworden, “dank der Beherbergungskapazitäten und eines breiten Angebots in der Kategorie All Inclusive, die viele europäische Familien anzieht”.

Spanien ist in Bezug auf die Einreisen internationaler Touristen eines der europäischen Länder, welches in diesem Jahr am wenigsten gewachsen ist. Konkret gesagt, liegt Spanien an 26. Stelle von insgesamt 34, mit einem Wachstum der Einreisen von ausländischen Besuchern von 1,3%. Diese Liste führen an: Montenegro (+18,1%); Türkei (+14,7%); Luxemburg (+10,1%), Litauen (+9,3%) und Slowakei (+9%).

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Verdopplung der Einreisen von Touristen von Fernzielen die Jahreseinnahmen aus dem Tourismus um 20.000 Millionen Euro erhöhen wird und damit von 90.000 auf 110.000 Millionen Euro anwachsen wird, ohne massiven Tourismus zu betreiben.

Back to top