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Die Lufthansa-Gruppe spreche "mit den Regierungen in den Heimatmärkten über mögliche Staatshilfen"

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Wegen wirtschaftlicher Einbußen infolge der Corona-Pandemie ergreifen zahlreiche Fluggesellschaften zusätzliche Sparmaßnahmen und fordern Unterstützung. Die Lufthansa-Gruppe spreche "mit den Regierungen in den Heimatmärkten über mögliche Staatshilfen", berichtete das "Handelsblatt" am Freitag. Gleichzeitig spiele der Vorstand Szenarien durch, "den Flugbetrieb für eine gewisse Zeit weitgehend einzustellen". Am Mittwoch hatte die Lufthansa bereits erklärt, von Ende März bis Ende April 23.000 Flüge zu streichen.

Nach "Handelsblatt"-Informationen ist Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Freitagabend beim Treffen von Wirtschaft und Gewerkschaften mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dabei, um über die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus zu sprechen. Am Montag hat das Bundeswirtschaftsministerium zum Branchendialog Luftfahrt geladen; Gastgeber ist der Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek (CDU).

Laut "Handelsblatt" geht es dabei um Staatshilfen für die schwer von der Coronakrise getroffenen Luftfahrtunternehmen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatten am frühen Nachmittag einen unbegrenzten Schutzschild für die von der Krise betroffenen Unternehmen zugesagt.

British Airways kündigte am Freitag Stellenstreichungen an. Angesichts der veränderten Umstände "können wir unser derzeitiges Beschäftigungsniveau nicht länger erhalten und Jobs werden verloren gehen", erklärte Airline-Chef Alex Cruz. Die Kürzungen könnten kurz- oder langfristig sein, erklärte Cruz demnach. Genaue Zahlen nannte er nicht.

Air France kündigte Kurzarbeit an, um diese "nie dagewesenen Krise" durchzustehen, wie es in einem Schreiben an die Mitarbeiter heißt. Offiziell wollte das Unternehmen dies nicht kommentieren.

Quelle: AFP

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