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American Airlines setzt trotz der Restriktionen der Trump-Regierung auf Kuba

06 Februar 2020 12:03pm
Schreiben Caribbean News Digital
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Die US-amerikanische Fluggesellschaft American Airlines will trotz der wachsenden Restriktionen der Regierung Donald Trump für Reisen nach Kuba zwei weitere Tagesflüge nach Havanna hinzunehmen.  

Die Tageszeitung The Dallas Morning News informierte kürzlich, dass die Gesellschaft mit Sitz in Fort Worth (Texas) beim Transportministerium der Vereinigten Staaten zwei zusätzliche Hin-und-Rück-Tagesflüge in die Hauptstadt des karibischen Landes vom internationalen Flughafen von Miami (Florida) aus beantragt hat.

Auf diese Weise käme das Unternehmen auf acht Hin- und Rückflüge täglich zum Internationalen Flughafen “José Martí” in Havanna, der einzige Flughafen, auf dem US-amerikanische Flieger gemäß einer Maßnahme (die kritisiert wird) Trumps landen dürfen.

Die fortdauernden Beschränkungen, die die republikanische Regierung für Reisen auf die Insel verordnet, schließen die Beendigung der 2018 und 2019 in der Bevölkerung populär gewordenen Bildungsreisen “People to People” ein sowie die Maßnahme, die die zweite Fluglinie der USA, JetBlue, in diesem Monat dazu veranlasste, dem Transportministerium mitzuteilen, dass sie 14 ihrer Flüge auf die Insel einstellen wird.  

Zu den Routen, die diese Fluggesellschaft nicht mehr bedienen wird, gehören die Flüge von Orlando (Florida), Boston (Massachusetts) und vom Internationalen Flughafen JFK New York, die ab dem 29. April eingestellt werden müssen. Erhalten bleiben drei Flüge täglich von Fort Lauderdale (Florida) nach Havanna.

Aufgrund der dann fehlenden Kapazitäten dieses Unternehmens hat American Airlines die neuen Routen in der Absicht beantragt, diese ab dem 4. Juni aufnehmen zu können.

Während der zweiten Amtszeit von Ex-Präsident Barack Obama (2009-2017) stiegen die Reisen nordamerikanischer Bürger auf die größte Antilleninsel beträchtlich an, wo es ihnen im Rahmen der Blockade, die dem Nachbarland von Washington seit fast 60 Jahren auferlegt wird, verboten war, als Touristen hinzureisen.

Im Rahmen von zwölf Kategorien genehmigter Reisen zum Besuch der Insel, fuhren über 600.000 US-Amerikaner 2017 und 2018 nach Kuba, außerdem rund 500.000 aus Kuba stammende Amerikaner, 2016 auch angeregt durch die Wiederaufnahme regulärer Direktflüge zwischen beiden Nationen, nachdem diese 55 Jahre unterbrochen waren.

Aber, nachdem Trump ins Weiße Haus eingezogen war, entschied er, diesen Prozess der bilateralen Annäherung, den sein Vorgänger begonnen hatte, rückgängig zu machen; und, in diesem Sinne bestand einer der vorrangigen Schritte seiner Regierung darin, die Reisen nach Kuba zu verringern, wozu eine Reihe von Maßnahmen ergriffen wurden, die von verschiedenen US-amerikanischen Sektoren stark verurteilt wurden.

So haben das Transportministerium und das State Departement am vergangenen 25. Oktober bekannt gegeben, dass ab dem 10. Dezember US-amerikanische Fluggesellschaften nur noch nach Havanna fliegen dürfen, was bedeutet, dass die Flüge in die übrigen neun internationalen Flughäfen, die es neben der Hauptstadt gibt, eingestellt wurden.

Und in diesen Monat wurde darüber informiert, dass ab dem kommenden 10. März auch alle öffentlichen Charterflüge auf Havanna beschränkt werden.

Quelle: Prensa Latina

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